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24 StundenPflegekräfte

Ihre Rechte und Pflichten als Hauptpflegeperson

Die Unsicherheit, ob sie alles richtig machen, stellt eine große Belastung für viele Pflegepersonen dar. Als sogenannte „Hauptpflegeperson" tragen Sie viel Verantwor­ tung, haben aber nicht die gleichen Befugnisse wie ein gerichtlich bestellter Betreuer mit einem klar definierten Aufgabenbereich. Damit liegt die letzte Entscheidungsbe­ fugnis über finanzielle Mittel, Pflegemaßnahmen und alles, was damit zusammen­ hängt, bei der pflegebedürftigen Person. Diese Situation trägt einiges an l<onfliktpo­ tenzial in sich.

Zudem können Sie für Schäden an der Gesundheit oder am Vermögen der Pflege­person zur Verantwortung gezogen werden. Wenn dabei aber kein mutwilliges oder grob fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden kann, können pflegende Ange­ hörige mit einer milden Strafe rechnen, die nach § 222 und § 229 StGB aus einer Geldbuße besteht.

Unangenehm wird es meist erst, wenn es zu Familienstreitigkeiten (etwa um Er­bansprüche) kommt. Machen Sie sich die Mühe und sprechen Sie mit allen Beteilig­ ten ab, wie die Pflege geregelt werden soll und wer daran in welchem Umfang betei­ ligt ist.

Im besten Fall dienen diese Abmachungen nur der Sicherheit, im schlimmsten Fall können Sie sich vor Gericht darauf berufen.

Wenn Sie zusammen mit der pflegebedürftigen Person größere Veränderungen pla­nen, zum Beispiel Wertgegenstände verkaufen oder gemeinsam in den Urlaub fah­ren, dann sollten Sie sich auch da vorher beraten lassen, ob Sie sich juristisch absi­chern müssen.

Welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen und wo Ihre Kompetenzen liegen, wird nicht definiert. Sie müssen deshalb eigenverantwortlich handeln und nach bestem Wissen und Gewissen für die pflegebedürftige Person da sein, ohne sich dabei selbst zu vernachlässigen.

Im Folgenden geben wir Ihnen einige praktische Tipps, was Sie ganz konkret bei der

Pflege beachten müssen. Den Abschluss bilden weitere Informationen zu den Pfle­gegraden und wie Sie selbst für das Alter vorsorgen können.

Grundlegende Voraussetzungen für die Seniorenpflege

Wenn Sie sich um einen alten oder pflegebedürftigen Menschen kümmern, werden viele Selbstverständlichkeiten zunächst einmal infrage gestellt. Ihr Arzt oder die Pflegeberatung können Ihnen in Fachfragen zur Seite stehen, aber die Grundlagen für eine harmonische Pflege müssen Sie selbst schaffen.

Das beginnt beim guten Verhältnis aller beteiligten Personen. Ohne Vertrauen und Sympathie kann Pflege nicht gelingen. Sprechen Sie deshalb offen über alle Themen, die Ihnen wichtig sind. Das ist leichter gesagt als getan. Holen Sie sich deshalb Hilfe von außen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie alleine nicht weiterkommen oder nicht genug Kraft haben.

Ein Pflegefall in der eigenen Familie ist zunächst einmal keine angenehme Sache. Dadurch ergibt sich aber die Gelegenheit, das Zusammenleben oder die Verhältnisse untereinander neu zu ordnen und vielleicht zum ersten Mal seit langer Zeit in gere­ gelte Bahnen zu lenken. Ganz konkret zeigt sich das daran, dass viele Kinder, auch wenn sie schon längst erwachsen sind, in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Eltern stehen. Wenn nun die Eltern auf Hilfe angewiesen sind, verschiebt sich der Schwerpunkt und die Pflegenden können sich für das erkenntlich zeigen, was sie selbst als Kinder von ihren Eltern an Zuneigung erfahren haben. Umgekehrt können manche Eltern erst dann einen Teil der Kontrolle aufgeben und die Zunei­ gung ihrer Kinder annehmen.

Man kann aber nicht oft genug betonen, dass Sie sich nicht darauf verlassen sollten, dass schon alles gut laufen wird. Die Pflegesituation ist auch für die Senioren belas­ tend und kann zu Spannungen führen.

Die menschlichen Grundlagen für die Pflege sind manchmal wichtiger als die materi­ ellen Grundlagen, um die Sie sich als Nächstes kümmern sollten.

Ausstattung für die Seniorenpflege

Eine Pflege in den eigenen vier Wänden gilt als ideal, ist es aber nicht unbedingt. Im Gegensatz zu einer Aufnahme in einer stationären Einrichtung der Altenhilfe bietet die häusliche Pflege einige finanzielle und organisatorische Vorteile. Außerdem soll­ te man einem Pflegebedürftigen so weit wie möglich erlauben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Grenze ist aber dort erreicht, wo das selbstbestimmte Leben

zur Pflegebedürftigkeit geführt hat oder den Zustand verschlimmert. Hier muss man abwägen, ob zusätzliche Belastungen wie zum Beispiel das Zusammenleben mit anderen Personen unzumutbar ist oder den Pflegebedürftigen ebenso fordern wie fördern.

Bestenfalls sind die Wünsche des  Pflegebedürftigen so  klar  wie  die  Empfehlungen des Arztes. Denken Sie dabei nicht in den Grenzen dessen, was Krankenkassen oder Sanitätshäuser als Standardmaßnahmen anbieten. Reisen und längere Auslandsauf- enthalte können der Ansporn für einen pflegebedürftigen Rentner sein,  um  neue Kräfte zu mobilisieren und die Pflegebedürftigkeit zu überwinden.

Überhaupt sind Ziele und Aufgaben für Senioren mindestens genauso wichtig wie für  die arbeitende Bevölkerung. Machen Sie Ihrem Angehörigen klar, dass seine aktive Mitarbeit gefordert ist und dass er nach wie vor als Mensch gebraucht und geschätzt wird.

Daran sollte sich auch die Ausstattung der Wohnung orientieren. Auch wenn es sich dabei um Hilfsmittel aus dem medizinischen Bereich handelt, sollten sie die Wohn­ räume nicht in ein Krankenzimmer verwandeln. Integrieren Sie alle neuen Anschaf­ fungen wenn möglich in den bestehenden Wohnstil.  Testen  Sie  diese  auch mal selbst. Nur wenn man merkt,  wie ungeduldig man werden kann,  wenn man schein­ bar endlos in einem Treppenlift sitzt, kann man sich in die Lage von jemandem hineinversetzen, der diesen mehrmals täglich benutzen muss (oder darf).