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24 h Pflege zu Hause

Maßnahmen für die Altenpflege

Von Ihrem Arzt oder dem externen Pflegepersonal bekommen Sie eine Reihe von Ratschlägen, wie Sie vorhandenes Potenzial nutzen und die Lebensfreude steigern können. In den seltensten Fällen weiß das Fachpersonal aber über den persönlichen Zustand und die Feinheiten Bescheid. Deshalb müssen Sie selbst zum Experten wer­ den, womit und wie weit Ihr Angehöriger gefördert werden kann.

Eignen Sie sich die Techniken der Seniorenaktivierung an, um auch im Bereich der Heilung und der Gesunderhaltung die Eigenverantwortung der pflegebedürftigen Person zu fördern. Ihr Ziel sollte es sein, langfristig Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Pflege lässt sich grob in drei Bereiche einteilen, die organisch ineinandergreifen sollten:

Grundpflege

Die Grundpflege gliedert sich in drei Bereiche:

  • Körperpflege inklusive Waschen, Zahnpflege, Haarpflege und Rasur, Toilettengang
  • Ernährung mit Zubereitung und Verzehr der Nahrung
  • Mobilität inklusive Aufstehen und Hinlegen, An- und Auskleiden, Bewegen, Verlassen der Wohnung

Die Basisbetreuung war bis in die 1980er Jahre der Schwerpunkt aller Pflegemaß­ nahmen für Senioren. Bis heute haben sich aus der Zeit manche Vorurteile gehalten, wie das von polnischen Pflegekräften, die wenig mehr Kompetenzen hatten, als die Alten zu füttern, zu säubern und sicher zu verwahren.

Leider sind wir heute teilweise immer noch nicht sehr weit über diesen Zustand hin­ ausgekommen. Aber zumindest weiß man inzwischen, dass man ein anderes System braucht, um Senioren sinnvoll zu pflegen.

Das beginnt bereits bei der Grundpflege. Ein gutes Beispiel ist das Essen. Wo nur pürierte oder flüssige Nahrung verabreicht werden kann, ist es besonders wichtig, dass die Senioren nicht Tag für Tag den immer gleichen Brei vorgesetzt bekommen, sondern Nahrung, die Auge und Gaumen anspricht. Kleinigkeiten können dabei einen großen Unterschied machen: Karottenpüree in Form von Karotten gepresst, unterschiedliche Gewürze (die erschmeckt und richtig benannt werden sollen) oder eine anregende Atmosphäre mit hochwertigem Geschirr, Dekoration und Musik.

Die Grundpflege sollte immer mehr sein als die reine Basisbetreuung. Das gilt für alle Bereiche vom Waschen bis zum Vorbereiten für die Nacht. Die verschiedensten Ansätze wurden dafür erprobt, sodass Sie sich an bewährte Verfahren halten und diese an die eigenen Bedürfnisse anpassen können.

Denken Sie bitte immer daran, dass vor allem die scheinbar einfachen Tätigkeiten besonders viel Aufmerksamkeit erfordern. Bei der täglichen Körperpflege müssen Sie einen gleichbleibend hohen Hygienestandard gewährleisten und auf Verletzun­ gen und krankhafte Veränderungen achten. Beziehen Sie die zu pflegende Person so weit wie möglich schon in die Planung der Pflegemaßnamen mit ein. Ein verlässli­cher Tagesablauf ist wichtig, gibt Halt, Struktur und Sicherheit. Er sollte sich an den bisherigen Gewohnheiten und der Biografie des zu Pflegenden orientieren, dabei aber auch genügend Anregungen und Platz für Neues enthalten. Der Grundsatz der Pflege lautet: so viel Hilfe wie nötig, jedoch so viel Eigenleistung des Pflegebedürftigen wie möglich. Dabei gilt es zu fördern, ohne zu überfordern.

Bei Ihrer Krankenkasse haben Sie die Möglichkeit, kostenlos Kurse zu belegen, bei denen Sie die Grundlagen der Kranken- und Altenpflege erlernen können.

Behandlungspflege

Bei der Behandlungspflege ist eine professionelle Beratung unerlässlich. Pflegebe­dürftigkeit ist nicht immer gleichzusetzen mit einem chronischen Leiden. Deshalb muss alles versucht werden, um körperliche oder geistige Einschränkungen zu über­ winden und für mehr Motivation zu sorgen. Senioren werden immer älter und haben häufig mit einem multimorbiden Zustand zu kämpfen. Aber auch wenn eine Vielzahl von Medikamenten eingenommen werden muss und man bei der Ernährung oder Be­wegung auf einiges Rücksicht nehmen muss, kann man mit gezielten Aktionen gegen diejenigen Leiden vorgehen, die im Alltag die größten Einschränkungen bringen. Eine der wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung ist es, den Kran­ken einzubeziehen. Die Lebensfreude und der Lebenswille können manchmal eben­ so viel bewirken wie Arzneien, wenn nicht sogar mehr.

Stecken Sie sich für die Pflege und Betreuung realistische Ziele und überprüfen Sie regelmäßig den aktuellen Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen. Auffälligkeiten beim Aussehen der Haut an Stellen wie Ferse, Ellenbogen oder Gesäß können zum Beispiel ein Hinweis auf ein beginnendes Wundliegen sein.

Im Alter hat der menschliche Körper immer mehr Probleme damit, sich zu rege­ nerieren, aber Gehirn und Muskeln sind so leistungsfähig, dass sie sich mit dem richtigen Training auch dann noch an neue Situationen bis ins hohe Alter anpassen können.

Förderungspflege

Gute Pflege verfolgt das ambitionierte Ziel, die letzte Lebensphase aktiv zu nutzen, anstatt sie nur möglichst problemfrei zu verbringen. Dafür braucht man einen ganz­ heitlichen und biografisch ausgerichteten Ansatz, der Körper, Geist und spirituelle Bedürfnisse umfasst. Während Sie sich bei der Behandlungspflege stark auf das me­ dizinische Fachpersonal verlassen müssen, sind bei dieser Art von Pflege Sie selbst der Experte. Sie wissen am besten, was Ihr Angehöriger mochte, welche Hobbys er hatte und was er sich für sein Alter wünscht.

Beschränken Sie Ihre Pflege nicht darauf, jemanden zu verwahren. Mit Erinnerungs­ arbeit und dem Erlernen neuer Fertigkeiten kann die gewohnte Lebensqualität erhal­ ten und Neues aufgedeckt werden, was das Leben lebenswert macht.

Je nach Pflegestufe und Gesundheitszustand kann es sich dabei um Kleinigkeiten oder eine komplette Neuausrichtung des Lebens handeln. Wer vorausschauend plant, beginnt bereits vor Eintritt ins Rentenalter zu überlegen, wo und wie der Le­bensabend verbracht werden soll.

Wenn das durch einen plötzlichen Unglücksfall nicht gegeben ist, müssen Sie als pflegende Person im Interesse des Pflegebedürftigen handeln und Möglichkeiten aufzeigen oder Widerstände aus dem Weg räumen.

Viele Angehörige, die jemanden pflegen, stellen dabei fest, was ihnen selbst im Le­ben wichtig ist, und sorgen entsprechend vor.